Kleiner Nachtisch zu den Call-A-Bike-Auswertungen

von Stefan Opitz, 26. Juni 2016

In der letzten Woche standen diverse Abendveranstaltungen an (nicht nur Fußball ;-) ), und außerdem habe ich angefangen mein Wissen direkt mal weiterzugeben.

Ein paar Versuche habe ich aber dennoch unternommen:

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Auswertung aller Call-A-Bike Fahrten seit 2014

von Stefan Opitz, 19. Juni 2016

Letze Woche hat DB Rent auf dem Open Data Portal der Deutschen Bahn sämtliche Buchungsdaten von Call-A-Bike und Flinkster im Zeitraum 1.1.2014 bis 9.6.2016 veröffentlicht. Seitdem habe ich mich vor allem mit den Buchungsdaten der Fahrräder beschäftigt — 12,1 Millionen Datenzeilen mit knapp 4 GB sowie ergänzend ein paar weitere Daten zu den Rädern und Stationen. Die enthaltenen Darmstädter Werte (knapp 270.000 Fahrten) sind zwar nur ein Ausschnitt des Radverkehrs in Darmstadt, aber ein sehr spannender.

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„Gleichberechtigung aller Verkehrsträger“

von Stefan Opitz, 27. Februar 2016

Überall liest man es eben: Ficken für alle Guter Verkehr für alle. Gleichberechtigung aller Verkehrsträger. Anreize statt Verbote. Ausbau fördern.

Doch wie realistisch ist das in einer gewachsenen Großstadt mit unveränderlichen Straßenbreiten, einer weitestgehenden Baubeschränkung rund um die Stadt, knapper Finanzmittel und begrenzter Planungskapazität einer sparenden Verwaltung? Eine Stadt, die gleichzeitig in den nächsten Jahren 10.000-20.000 EinwohnerInnen dazu bekommen wird.

Es gibt ein berühmtes Foto aus Münster:

Autos, Fahrräder, ÖPNV

Fahrräder, Autos, ÖPNV

Und heute wurde ich auf einen ähnlichen Film aus Seattle hingewiesen:

Es muss also das bestehende Verkehrsnetz effizienter genutzt werden. Und dafür gibt es bereits in Darmstadt viele Ansätze: Geteilte statt privat besessene Autos und Fahrräder, ÖPNV sowie die Stärkung der Nahversorgung durch Supermärkte IN den Stadtteilen statt auf der ehemaligen Wiese. Es wird auch nicht ohne Umkehr der falschen Förderung der letzten Jahre gehen: Zum Beispiel durch Rückbau bzw. Umwandlung einzelner Fahrspuren (siehe Cityring) oder Ordnung des Parken.

Die Zahlen der letzten Jahre bestärken dies: Zur Zeit der Planung der Nordostumgehung wurde prognostiziert, dass Darmstadt bis 2015 eine etwa gleichbleibende Bevölkerung hat, aber 15% Zunahme im Autoverkehr. Nun ist 2016, Darmstadt ist knappe 10% gewachsen, und der MIV ist konstant geblieben bis leicht rückläufig. Die Nutzung von Rad und ÖPNV boomt hingegen.

Wer verspricht, dass niemand eingeschränkt werden soll, sondern alle Verkehrsträger weiter wachsen können (und wenn wir schon dabei sind: Grünstreifen, Bäume und Straßencafes wären auch nett!), sollte auch beantworten, ob zur Abwicklung Hochstraßen oder der Abriss von Wohnvierteln besser sind… Ok, das war polemisch, aber dennoch: Wie soll es denn konkret gehen? Gerne auch Beispiele hiermit erstellen: http://www.streetmix.net/ Oder sind die Rufe nach „gutem Verkehr für alle“ am Ende nur hohle Wahlkrampf-Phrasen ohne Konzept dahinter?

Amanda Burden: How public spaces make cities work

von Stefan Opitz, 20. Oktober 2015

Letzte Woche haben wir ein Fachforum zum Arbeitsstand des Wahlprogramms veranstaltet. Dabei sprach Hans Fürst Amanda Burden und ihren Entwicklungsplan für New York City an. Auch wenn Darmstadt sicher nicht New York City ist, kann man sehr viel Inspiration aus diesem TED-Vortrag ziehen:

Kommunalwahl 2016

von Stefan Opitz, 18. Oktober 2015

Vor zwei Wochen wurde die Grüne Liste für die Kommunalwahl am 06.03.2016 aufgestellt. Auch wenn man hier im Blog merkt, dass es viel Zeit kostet, habe ich mich erneut aufstellen lassen.

Da ich im Urlaub war, wurde ich in Abwesenheit aufgestellt. Das hat den Vorteil, dass ich die Bewerbungsrede einfach hier einstellen kann.

Leider kann ich heute nicht persönlich hier sein — ich hatte bereits einen Urlaub geplant.  An dieser Stelle direkt ein Dank an alle Partnerinnen und Partner, die oft Einschränkungen durch unser Engagement ertragen. Oder wie meine Freundin verwundert zuschauen, wenn ich im Urlaub einen interessant gestalteten Fahrradweg oder Park fotografiere.

Damit spanne ich den Bogen zu meinen Schwerpunkten: 
Besonders freue ich mich über unsere erreichten Punkte 

  • Fahrradstraßen, Schutzstreifen und Radwege wie auf dem Cityring
  • Mehr Fahrradständer
  • Die Planung zur Grafenstraße
  • Call-A-Bike in Darmstadt 
  • Die Gründung einer Parkraumbewirtschaftsgesellschaft und einer Stadtentwicklungsgesellschaft
  • Das Konzept für Lincoln 
  • Und als ganz anderes Thema die Erleichterung von papierloser Gremienarbeit

Für den Rad- und Fußverkehr haben wir leider nicht so viel erreicht, wie ich mir erhofft habe. Hier haben wir in der Koalitionsdiskussion und im eigenen Zögern und Warten Potenzial verschenkt. Aber auch gelernt, wie es besser werden kann: Dass zum Beispiel die Verkehrsplanung nun direkt an das Stadtplanungsamt angegliedert ist, zeigt, dass Mobilitätsplanung und Stadtplanung nur gemeinsam gehen. Wir müssen in Zukunft mehr Konzepte umzusetzen wagen, die andere boomende Städte bereits erfolgreich nutzen. Mein Leitbild ist dabei angelehnt an Jan Gehls „The human scale“ und dem Bild „Städte für Menschen“. Eine Stadt für die Menschen mit sehe hoher Aufenthaltsqualität.

Fahrradfahren und Zu Fuß Gehen ist einfach normal und muss auch als normal wahrgenommen werden. Genau so muss es normal sein, dass bei Sanierungen die Flächen neu aufgeteilt werden. Selbst in Manhatten wird inzwischen der öffentliche Raum für Menschen und Pflanzen umgebaut — wer hätte das vor 20 Jahren gedacht. 

Für den ÖPNV müssen wir wieder ein gemeinsames Programm mit dem Landkreis erreichen und darüber hinaus die DADINA als gemeinsamen Zweckverband mit dem Landkreis als Planer und Besteller im ÖPNV stärken. ÖPNV geht nur mit dem Landkreis gemeinsam.

Aber auch die zunehmende Digitalisierung muss endlich unsere Aufmerksamkeit bekommen: Eine Open Data Plattform der Stadt, endlich die Umsetzung des beschlossenen Antrages für WLAN in der Innenstadt,
schnelles Internet für Wixhausen und bessere Darstellung der Parlamentsarbeit im Netz und ein Umsetzen von IT gestützter Verwaltungsmodernisierung nicht erst mit einem neuen Rathaus.

Ich lasse diesen Text bewusst von Hans Fürst vorlesen, gegen den ich in der letzten Abstimmung angetreten bin, ohne ihn zu kennen — das würde ich nicht noch einmal machen, und möchte weiter mit ihm, Cornelia unserem, Bauarbeitskreis, dem Rest der Fraktion sowie Barbara und Jochen weiterarbeiten. Dafür werbe ich um die Stimmen der Versammlung.